CHRONIK 2013

93. Landesfeier zum 10. Oktober

 

Stolz können wir sein, Teil der etwas anderen 93. Landesfeier zum 10. Oktober 2013 gewesen zu sein. LH Dr. Peter Kaiser brachte in seiner Festansprache beim Ehrendenkmal in Annabichl wie auch im Landhaushof, wo sich mehr Menschen als in den letzten Jahren ein- gefunden hatten, viel Verbindendes – auch in slowenischer Sprache – wie auch Persön- liches zum Ausdruck.

Ein persönliches Erlebnis in Nordirland – Belfast ließ Herrn Marjan Sturm von der Konsensgruppe die Situation in seiner Heimat neu überdenken und die Kraft finden auf den anderen zuzugehen und die Hand auszu- strecken, die Herr Josef Feldner annahm und sich seinerseits für ein Erstgespräch öffnete, auf das noch viele folgen sollten und hoffent- lich folgen werden.

Nichts soll vergessen sein, nach der wahren und richtigen Geschichte soll gesucht werden, im gegenseitigen Verzeihen – und nur über das Verzeihen ist es möglich – soll die Gegenwart gemeinsam gelebt und die Zukunft gemeinsam gestaltet werden.

Hoffnungsträger der Zukunft, Lisa Sandrieser – 20 Jahre jung und der 18jährige Andreas Kavalirek, waren zu einer Ansprache geladen worden. Die Kinder der Friedensschule St. Ruprecht sangen das Lied „ Von Mensch zu Mensch eine Brücke bauen“ und sie taten dies im wahrsten Sinne des Wortes, indem sie diverse Würdenträger auf der Ehrentribüne aussuchten und mit ihnen von Hand zu Hand eine Brücke bauten.

Auch wir sind mit unserem Liedgut, das wir das Jahr über pflegen, Brückenbauer in diesem Land. Neben den Liedern in deutscher Sprache kam an diesem Vormittag das von uns vorgetragene Lied „Nmav criez jezero...“, a bissl ume übern See (Faakersee ) steht mein Elternhaus, meine Wiege... beim Publikum besonders gut an.

Was der Kopf nicht versteht, versteht das Herz! Die Rede von Lisa Sandrieser beeindruckte mich besonders. Sie sagte, die Bevölkerung beginne zu realisieren, dass das zweisprachige Kärnten keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung ist.

Gemäß Protokoll stimmten alle, begleitet von der Kärntner Militärmusikkapelle, in die Landeshymne ein. Nach der ersten Strophe verstummte die Kapelle, einige der Anwesenden stimmten die strittige vierte Strophe an und man spürte, dass man sich in diesem Punkt der Feier nicht ganz einig war.

Es liegt noch viel Arbeit vor uns, jedoch bin ich zuversichtlich, dass wir spätestens am 10. Oktober 2020 gemeinsam die potentiell neue Hymne von Günther Antesberger “ Heimat im Süden – Kärnten, Koroska...“ singen werden, gerne möchte ich wieder dabei sein!

Bericht: Silvia Struger 

 

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