CHRONIK 2010

Zwei erfolgreiche geistliche Konzerte der Singgemeinschaft Oisternig

Die Singgemeinschaft Oisternig veranstaltete am 1. Mai im Dom zu Maria Saal und am 2. Mai 2010 in der Stiftskirche in Millstatt unter der Leitung von Christof Mörtl geistliche Konzerte mit Werken aus verschiedenen Epochen. Schwerpunkt war die Orchestermesse „Missa Cellensis“ von Joseph Haydn. Unserer Sängerin Nadia Olsacher berichtet: „Ja, so schnell kann die Zeit vergehen... Vor wenigen Tagen haben wir noch davon gesprochen, dass der Adrenalinspiegel Tag für Tag steigt, dass letzte Zweifel aufkommen, ob die Wahl für Maria Saal als Aufführungsort die richtige war, noch nie hat die Singgemeinschaft jenseits von Villach ein Konzert veranstaltet. Werden wir in einer halb leeren Kirche singen? Und da war er, der große Tag: Endlich wird die „Missa Cellensis“ wieder vor Publikum erklingen.

Also auf nach Maria Saal, ein beeindruckender Veranstaltungsort erwartet uns. Bereits die Anfahrt lässt Ehrfurcht aufsteigen, es ist ein Privileg in diesem Dom singen zu dürfen. Bei unserer Ankunft sind die Tontechniker bereits am Werk, es wird einen Live- Mitschnitt der Aufführung geben - ein Grund mehr mit voller Konzentration in das Konzert zu gehen. Der Dom liegt noch in einer beruhigenden Stille vor uns, einige Pilger besichtigen den Wallfahrtsort.

 

 

Pünktlich um 16.00 Uhr treffen wir uns auf der Bühne, ein letzter Durchlauf vor dem Konzert, um sich an die Akustik und die Gegebenheiten zu gewöhnen. Letzte kleinere Korrekturen nagen an unseren Nerven. Erstmals hören wir auch unsere Sopran-Solistin, Ursula Langmayr. Unsagbare Bescheidenheit und stimmliches Volumen vereinen sich in ihrer Interpretation der Solo-Passagen. Die Probe zieht sich in die Länge, die nervliche Anspannung ist auch unserem Chorleiter Christof anzusehen. Es ist sein erstes wirklich großes Konzert, für das er verantwortlich zeichnet. Um ca 18.15 Uhr ist die Probe dann endlich beendet, wir können uns noch einige Zeit im benachbarten Pfarrhof ausruhen. Als wir vom Dom auf den Vorplatz treten, bietet sich uns ein völlig neues Bild: Menschenmassen scharen sich vor dem Eingang, die Abendkasse wird förmlich überrannt. Keine Spur von Ruhe für unsere Männer, es müssen Stühle in die Kirche geschafft werden, der Andrang hat unsere kühnsten Erwartungen übertroffen. Dompfarrer Donko stellt jeden verfügbaren Sessel aus dem Pfarrhof zur Verfügung und hilft selbst mit die Stühle in den Dom zu bringen. Nun ist es so weit, wir treten auf: Wir sind überrascht. Wir stehen einem bis auf den letzten Platz gefüllten Dom gegenüber. Motivation pur. Und so bedanken wir uns bei unserem Publikum mit größtem Einsatz. Dem Applaus und den Standing Ovations nach zu folgen, haben wir die Erwartungen des Publikums erfüllt oder vielleicht auch ein wenig übertroffen.
Zufrieden geht es am nächsten Tag nach Millstatt, in der Stiftskirche dürfen wir das Programm nochmals präsentieren. Es ist ein beeindruckendes Bild, wenn man durch die schmale Kirchentür tritt und den pompösen Hauptaltar vor sich sieht. Wir können uns glücklich schätzen an solchen Orten singen zu dürfen. Wie üblich ist die Atmosphäre am zweiten Tag etwas entspannter, immerhin haben wir ja schon eine Aufführung erfolgreich hinter uns gebracht. Die Vorfreude auf das zweite Konzert überwiegt, dennoch wird mit vollster Konzentration geprobt, das Publikum hat sich unsere Höchstleistung verdient. Und da ist er wieder, dieser Moment, kurz vor dem Auftritt: Werden wir unser Bestes geben können? Wird die Kirche gut besucht sein? Ab geht es und die Motivation steigt mit jeder Reihe, die sich mit Besuchern füllt. 

Wir bedanken uns bei unserem treuen Publikum mit einem Konzert, das uns selbst sehr viel Freude bereitet hat. Für das Gelingen dieser beiden Konzerte zeichnen aber nicht nur wir verantwortlich, unser Dank gilt auch den Musikern des Orchesters, die uns hervorragend begleitet haben.

Unsere Solisten haben diesen Konzerten einen besonderen Glanz verliehen. Ursula Langmayr: die sich mit ihrem unaufdringlichen Sopran vom ersten Ton an in unsere Herzen gesungen hat. Katinka Krisper: die ihren warmen Alt sanft, aber bestimmt eingesetzt hat. Gabriel Lipus: der uns mit seinem Tenorsolo verzaubert hat. Gerald Karnel: der uns mit seinem geerdeten Bass bei der „Missa Cellensis“ solistisch unterstützt hat. Ein herzliches Dankeschön möchten wir auch Herrn Pfarrer Josef Klaus Donko von Maria Saal und Herrn Pfarrer KR Rudolf Ortner von Millstatt für das zur Verfügung stellen der Kirchenräume aussprechen. Stefan Schweiger war uns in organisatorischen Belangen eine unschätzbare Hilfe.

Für uns war es ein Erlebnis, wir werden noch lange von diesen Konzerten und den Rückmeldungen des Publikums zehren. Trotzdem freuen wir uns jetzt wieder zu unseren Wurzeln zurückzukehren. Ein neues Kärntnerlied-Programm erwartet uns bei den nächsten Proben und Auftritten.

 

 

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Kontakt

Singgemeinschaft Oisternig

Obfrau: Claudia Leitner

Tel.: +43 650 4201065

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